Holzküchen – Tipps rund um das Thema Holzküchen und Küchenplanung

Holzküchen | Küche aus Holz

 

Sie spielen mit dem Gedanken sich eine neue Holzküche anzuschaffen? Damit liegen Sie im voll im Trend. Beim Thema Raumausstattung wächst das Bedürfnis, die Umwelt nicht unnötig zu belasten. Viele Menschen entscheiden sich daher für ökologische Möbel und Küchen-Einrichtungen. In unserer Schreinerei bei Rosenheim fertigen wir seit über 30 Jahren Schreinerküchen. In diesem Ratgeber geben wir Ihnen gerne Tipps, auf was Sie beim Thema Holzküchen und Küchenplanung achten sollten.

Vorteile einer Holzküche

Küchen aus Holz regulieren das Raumklima und tragen zur allgemeinen Gesundheit bei. Natürliches Holz reguliert die Feuchtigkeit in der Raumluft.

Die offenen Poren von gewachsenem Holz nehmen überschüssige Luftfeuchtigkeit aus der Raumluft auf. Bei zu trockener Raumluft wird diese, zuvor gespeicherte Feuchtigkeit, wieder in die Raumluft ausgedampft.

Möbel aus Naturholz sind CO2-Speicher. Ein wachsender Baum entzieht CO2 aus der Umwelt und senkt dadurch den Kohlenstoffgehalt unserer Atmosphäre. Wird jetzt der gewachsene Baum zu einer Holzküche verarbeitet, bleibt dieser im Holz gespeicherte Kohlenstoff in der Küche gebunden; und dass für die gesamte Lebensdauer der Holzküche.

Küche - Landhausstil
Bauernküche aus Massivholz – Schreinerei Saringer

Holzküchen und die charakteristische, natürliche Ausstrahlung von Holz sind besonders behaglich und gemütlich. Durch die individuelle Maserung von Holz ist jede Holzküche ein Unikat.

Offenporiges Holz ist von Natur aus antibakteriell. Lebensmittel lagern in Holzküchen hygienisch und frei von Bakterien.

Küchen aus Holz haben eine lange Lebensdauer. Wenn eine Holzküche in die Jahre gekommen ist, können Holzküchen leicht, durch leichtes anschleifen und auftragen von Öl und Wachs aufpoliert werden. Eine so behandelte Küche erscheint dann häufig wie neu.

Vorteile einer Holzküche zusammengefasst:

  • Holzküchen regulieren das Raumklima
  • Möbel aus Naturholz sind CO2-Speicher
  • Holzküchen sind behaglich und gemütlich
  • Küchen aus Naturholz sind antibakteriell und pflegeleicht
  • Holzküchen sind langlebig und pflegeleicht

 

Vollholz, Massivholz und Echtholz wo liegen die Unterschiede?

Liegen die Vorteile einer Holzküche klar auf der Hand gibt es bei den unterschiedlichen Bezeichnungen von Holzküchen oft Verwirrung. Was ist der Unterschied zwischen einer Vollholzküche, Massivholzküche oder einer Echtholzküche? Im Folgenden erklären wir die unterschiedlichen Bezeichnungen von Holzküchen.

Vollholzküche – Vollholz ist die natürlichste Form von Holz

Vollholz ist die ursprünglichste Form der drei Holzbezeichnungen. Werden Bohlen, Bretter und Balken komplett am Stück aus dem Baumstamm gesägt, nennt man dieses bloße Schnittholz Vollholz. Bauholz dient hierfür als bestes Beispiel. Bauhölzer wie Balken, Latten und Bretter bestehen ausschließlich aus einem durchgehenden Stück Holz. Vollholz wird lediglich bei Bedarf in der Breite verleimt.

Vollholz - Bohlen und Bretter
Vollholz wird am Stück aus dem Baumstamm gesägt

Für den Möbelbau eignen sich nur die hochwertigsten Holzstücke aus einem Baumstamm ohne Mängel, wie Einschlüsse, Astlöcher oder Risse, es sei denn, diese sind aus Designgründen gewollt. Vollholzküchen sind in der Verarbeitung besonders anspruchsvoll, gelten aber auch als die natürlichste Form der Holzküchen.

Massivholzküchen

Massivholz ist mit Vollholz weitestgehend gleichzusetzen. Auch Massivholz besteht aus natürlich gewachsenen Holz. Im Gegensatz zu Vollholz werden bei Massivholz mehrere Holzstücke auch in der Dicke miteinander verleimt. Dadurch entstehen sogenannte Dreischichtplatten. Die einzelnen Schichten sind meistens annähernd gleich dick. Diese Platten werden fast immer industriell vorgefertigt und anschließend vom Schreiner weiterverarbeitet.

Was als Massivholzmöbel bezeichnet werden darf, versucht die DIN 68871 (Möbelbezeichnungen) zu regulieren. Dort heißt es:

„Ein Möbel ist als Massivholz-Möbel oder massiv oder als Vollholz-Möbel zu bezeichnen, wenn alle Teile, außer der Rückwand und den Schubladenböden, in der Dicke in ihrem natürlichen Gefüge, durchgehend aus der zu bezeichnenden Holzart, hergestellt und nicht furniert sind. Sind Teile in Massivholzflächen in der Länge gestoßen, z. B. keilgezinkt, ist hierauf hinzuweisen.“

Somit dürfen Massivholzküchen nur als solche bezeichnet werden, wenn sie bis auf die Rückwände und Schubladenböden komplett aus natürlich gewachsenen und nur in der Breite verleimten Holz verarbeitet wurden.

Echtholzküchen

Echtholz klingt erst einmal gut. Jedoch handelt es sich bei der Bezeichnung Echtholz um furniertes Holz. Leider gibt es bei furniertem Holz gravierende und qualitative Unterschiede. So werden Küchen als Echtholzküchen bezeichnet, wenn sie aus den in der Regel hochwertigeren Tischlerplatten, sowie aus Press- oder Spanplatten gefertigt wurden.

Die Tischlerplatte besteht meistens aus drei Holzschichten, welche zu einer Holzplatte quer verleimt werden. Als Obermaterial wird ein Holzfurnier mit einer Dicke von in der Regel 0,6 bis 0,9 mm aufgebracht. Dickere Furniere kommen nur in Sonderfällen zum Einsatz.

Press- und Spanplatten bestehen aus Holzspänen, welche mit einem Verbundmittel (Leim) zu einer Platte verpresst werden. Das Deckfurnier bei Spanplatten ist ähnlich dick wie bei Tischlerplatten, allerdings mit einer Tendenz zu dünneren Furnieren.

Somit sollten Sie gerade bei der Bezeichnung Echtholzküche besonders aufmerksam sein. Den Echtholzküchen aus hochwertigen Tischlerplatten können zu Massivholzküchen eine gute und preisgünstige Alternative sein. Allerdings können sie sich auch eine Echtholzküche kaufen und eine Küche von minderer Qualität erhalten.

Fazit Holzküchen Bezeichnungen

Lassen Sie sich von den verschiedenen Bezeichnungen der Holzküchen nicht irritieren. Am besten Sie fragen Ihren Küchenberater direkt nach den verarbeiteten Materialien der gewünschten Holzküche. Den nur dann muss Ihnen ein Küchenberater auch wahrheitsgetreu über die verarbeiteten Materialien Auskunft geben. In der Regel merken Sie schnell, ob Ihr Küchenberater vom Fach ist und Ihre Fragen mit Fachwissen beantworten kann.

Moderne Küche aus Nussbaum und Arbeitsplatte aus Granit
Moderne Holzküche – Schreinerei Saringer

Wie pflege ich eine Holzküche?

Bei unseren Pflegetipps für Holzküchen gehen wir davon aus, dass Ihre Küche mindestens eine Echtholzküche in der Qualität „Tischlerplatte“ ist.

Die Oberflächen sollten nur mit natürlichen Wachsen und Ölen behandelt sein. Lackierte Möbel und Spanplatten-Möbel brauchen eine gesonderte Pflege und Reinigung, welche in diesem Ratgeber nicht behandelt werden.

Wenn Sie ein paar wenige Dinge beachten, lässt sich eine Küche mit offenporigen Holzoberflächen mit geringem Aufwand Reinigen und Pflegen.

Holz als natürliches Produkt reagiert auf Umwelteinflüsse wie Feuchtigkeit. Während dem Kochen sollten Sie daher darauf achten, dass entstehender Wasserdampf, durch ein geöffnetes Fenster oder einem Dunstabzug, gut entweichen kann.

Zur täglichen Reinigung verwenden Sie am besten ein weiches, fusselfreies Tuch, mit welchem Sie die Oberflächen Ihrer Holzküche lediglich nebelfeucht abwischen. Gröbere Verschmutzungen können Sie mit einer milden Seifenlauge entfernen. Wichtig beim Wischen, immer die Richtung der Maserung des Holzes einhalten. So reinigen und schonen Sie Holzoberflächen Ihrer Holzküche optimal.

Vermeiden sollten Sie scharfe Gegenstände und Putzmittel aber auch Scheuermittel und Scheuerschwämme, um Ihre Holzküche zu reinigen oder zu pflegen.

Verwenden Sie auf keinen Fall Mikrofasertücher, sie wirken wie sehr feines Schleifpapier, das nach und nach die Wachsoberfläche abträgt.

Entstehen nasse Flecken auf Holzfläche sollten sie diese zügig trockenreiben. Andernfalls können Wasserflecken entstehen, welche je nach Holzart eine gewisse Zeit sichtbar bleiben.

Wasserflecken können Sie jedoch mit einem geeigneten Wachs oder Öl auch wieder gut entfernen.

Hierfür können Sie den Wasserflecken mit einem Schleifvlies leicht anschleifen. Anschließend tränken sie ein weiches, fusselfreies Tuch mit speziellem Öl oder Wachs und verreiben das Tuch auf der angeschliffenen Stelle. Zum Schluss polieren Sie die behandelte Stelle in Richtung der Holzfasern nach.

Bevor Sie sich mit Schleifvlies, Öl und Wachs daran machen, Wasserflecken und ähnliches zu entfernen, sollten sie diese beschriebene Herangehensweise an einer nicht sichtbaren Stelle testen.

Holzarbeits-Platten sollten sie zusätzlich zur täglichen Pflege ca. ein bis zweimal jährlich mit einem speziellen Öl / Wachs behandeln. Dabei reicht es, wenn Sie das Öl / Wachs leicht auf die Oberfläche auftragen und anschließend wieder in Faserrichtung nachpolieren. Anschließend sollten Sie die so behandelte Oberfläche, am besten über Nacht, einige Stunden ruhen lassen.

Wichtig: öl- oder wachs getränkte Tücher können sich in zusammengeknüllten Zustand selbst entzünden!
Beim Trockenprozess wird aus der Luft Sauerstoff angezogen und streicht mit einer so hohen Geschwindigkeit durch den Stoffknäuel, dass Reibungshitze entsteht, die das Tuch entzünden kann!
Lassen Sie es ausgebreitet über Nacht liegen, dann können Sie es am nächsten Tag problemlos im Hausmüll entsorgen.
Beachten Sie hierfür bitte auch die Verarbeitungshinweise des Herstellers.

Sie haben Fragen zum Thema Holzküchen oder wünschen sich eine persönliche Beratung? Wir beantworten Ihre Fragen gerne. Ruf Sie uns einfach an 08061 30214 oder schreiben Sie uns eine Email info@schreinerei-saringer.de. Wir freuen uns auf Sie.

Ratgeber Home